Cäsarenwahn in der Führung: Risiko für Unternehmen
Im Fachartikel „Die zerstörerische Wirkung des Cäsarenwahns“ analysieren Dr. Franziska von Kummer und Prof. Dr. Arist von Schlippe (2025) die destruktiven Folgen überhöhter Machtansprüche in Führungsetagen. Basierend auf dem historischen Konzept des Cäsarenwahns beschreiben sie Persönlichkeiten, die durch Selbstüberschätzung, Kritikfeindlichkeit und autoritäres Verhalten Organisationen lähmen und Mitarbeitende demotivieren.
Die AutorInnen beleuchten die psychologischen Hintergründe solcher Führungsmuster und verweisen auf narzisstische, paranoide oder antisoziale Persönlichkeitszüge als mögliche Ursachen. In hierarchischen Strukturen verstärken sich diese Dynamiken, wenn Kontrolle fehlt und Loyalität über Kompetenz gestellt wird. Die Konsequenzen reichen von Innovationsverlust über interne Spannungen bis hin zu gesundheitlichen Belastungen und erhöhter Fluktuation.
Von Kummer und von Schlippe plädieren für klare Auswahlkriterien, konsequente Kontrolle von Machtstrukturen sowie geschützte Beschwerdewege. Unternehmen sind gefordert, toxische Führung frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden – im Interesse der Mitarbeitenden wie der langfristigen Leistungsfähigkeit.
| Titel und Untertitel | Cäsarenwahn in der Führung: Risiko für Unternehmen |
| Autor | Franziska v. Kummer, Arist v. Schlippe |
| Jahr | 2025 |
| Keywords | Führung, Krisen, Strategie |
| Art | Beiträge für die Praxis |
Ähnliche Beiträge
WHU-Praxisstudie: Wie Familienunternehmen die Krise meistern – Lessons learned aus 12 Monaten Covid-19 Krisenerfahrung
mehr erfahren







