KFW-Research Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2024

In der KfW-Research-Studie „Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2024“ analysiert Dr. Michael Schwartz die aktuelle Nachfolgesituation im deutschen Mittelstand. Erstmals liegt der Anteil jener Unternehmen, die eine Stilllegung erwägen, über dem Anteil derer mit kurzfristigem Nachfolgewunsch. Der Hauptgrund ist das steigende Alter der InhaberInnen, denn über die Hälfte der Unternehmergeneration ist inzwischen 55 Jahre oder älter.

Besonders auffällig ist der Rückgang mittel- und langfristiger Nachfolgeplanungen. Während familieninterne Übergaben weiterhin bevorzugt werden, sinkt das Gründungsinteresse stetig. Nur etwa 45.000 Übernahmegründungen stehen jährlich über 100.000 Übergabewünschen gegenüber. Als größte Hürden gelten der Mangel an geeigneten KandidatInnen, bürokratischer Aufwand und Kaufpreisverhandlungen.

Zudem hat sich der Planungsstand gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert: Nur 28 % der geplanten Übergaben bis Ende 2025 sind bereits geregelt. Bei einem Fünftel der Unternehmen dürfte die Zeit für eine Nachfolge nicht mehr ausreichen. Die Studie warnt vor einem zunehmenden Missverhältnis zwischen Nachfolgewunsch und -bereitschaft und plädiert für eine höhere gesellschaftliche Sichtbarkeit von Unternehmertum und Selbstständigkeit.

Titel und Untertitel Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2024: Jedes vierte Unternehmen denkt über Geschäftsaufgabe nach – Alter ist Hauptgrund
Autor Michael Schwartz
Jahr 2025
Keywords Nachfolge
Art Studien

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