KFW Research Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025
In der KFW-Research-Studie „Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025″ analysiert Dr. Michael Schwartz die aktuelle Nachfolgesituation im deutschen Mittelstand. Die Untersuchung zeigt, dass bis Ende 2029 jährlich rund 109.000 kleine und mittlere Unternehmen eine Nachfolge anstreben. Gleichzeitig nimmt jedoch auch die Zahl der geplanten Geschäftsaufgaben weiter zu: Jährlich rund 114.000 Unternehmen ziehen einen Rückzug ohne Nachfolgelösung in Betracht.
Besonders deutlich werden dabei die strukturellen Herausforderungen der Unternehmensnachfolge. Der demografische Wandel, das fehlende Interesse potenzieller Nachfolgerinnen und Nachfolger und der stark gestiegene Bürokratieaufwand zählen zu den zentralen Hemmnissen. Zugleich bleibt die familieninterne Übergabe die bevorzugte Option vieler InhaberInnen. Darüber hinaus macht die Studie sichtbar, dass auch die wirtschaftlichen Erwartungen gestiegen sind: Die durchschnittlichen Kaufpreisvorstellungen für geplante Übergaben bis Ende 2029 liegen bei rund 499.000 Euro und damit deutlich über dem Niveau der letzten Erhebung.
Erfreulich ist, dass kurzfristig anstehende Nachfolgen für die Jahre 2025 und 2026 vielfach bereits gut vorbereitet sind. Viele Unternehmen haben NachfolgerInnen gefunden oder befinden sich in konkreten Verhandlungen, sodass ungewollte Stilllegungen aufgrund unerfüllter Nachfolgewünsche aktuell seltener zu erwarten sind. Die Studie unterstreicht damit, dass eine gelingende Unternehmensnachfolge im Mittelstand vor allem frühzeitige Planung, realistische Erwartungshaltungen und verlässliche Rahmenbedingungen erfordert.
| Titel und Untertitel | Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025: Pläne für Geschäftsaufgaben wachsen erneut – Kaufpreisvorstellungen deutlich gestiegen |
| Autor | Michael Schwartz |
| Jahr | 2025 |
| Keywords | Mittelstand, Nachfolge |
| Art | Studien |








