Studie Töchter in der Unternehmensnachfolge
In der Studie „Töchter in der Unternehmensnachfolge“ (2026) untersuchen Prof. Dr. Tom A. Rüsen, Sophia Jungk und Dr. Ruth Orenstrat, wie Töchter in Nachfolgeprozesse von Familienunternehmen eingebunden sind und welche Entwicklungen sich im Hinblick auf Chancengleichheit und Rollenzuschreibungen abzeichnen. Die Veröffentlichung basiert auf einer im Jahr 2025 durchgeführten Befragung von 266 Mitgliedern aus Unternehmerfamilien und verbindet gesellschaftliche, kulturelle und unternehmensbezogene Perspektiven auf weibliche Nachfolge.
Die Studie zeigt, dass Töchter heute häufiger als potenzielle Nachfolgerinnen wahrgenommen werden als in früheren Generationen. Zugleich wird deutlich, dass vollständige Chancengleichheit noch nicht erreicht ist. Besonders relevant sind die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, partnerschaftliche Herausforderungen sowie branchenspezifische Hürden. Darüber hinaus macht die Untersuchung sichtbar, dass formale Offenheit gegenüber Töchtern zwar zunimmt, implizite Erwartungen, familiale Narrative und emotionale Dynamiken jedoch weiterhin beeinflussen, ob Töchter tatsächlich als gleichwertige Nachfolgeoption wahrgenommen und einbezogen werden.
Damit leistet die Studie einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Nachfolgeforschung in Familienunternehmen. Sie verbindet empirische Ergebnisse mit Handlungsempfehlungen für Töchter, Unternehmerfamilien, Unternehmen sowie Politik und Gesellschaft. Besonders hervorzuheben ist die Schlussfolgerung, dass nachhaltiger Wandel in Nachfolgeprozessen nur dann entsteht, wenn Töchter mit ihren spezifischen Herausforderungen bewusst und proaktiv mitgedacht werden.
| Titel und Untertitel | Töchter in der Unternehmensnachfolge. Historische Einordnung, aktuelle Trends und Entwicklungen |
| Autor | Tom Rüsen, Sophia Jungk, Ruth Orenstrat |
| Jahr | 2026 |
| Keywords | Nachfolge, Unternehmensnachfolge, weibliche Nachfolge |
| Art | Studien |








