WHU-Praxisstudie: Impact Investing in Family Offices
In der WHU-Praxisstudie „Impact Investing in Family Offices“ (2023), verfasst von Vivian Krohn, Jun.-Prof. Dr. Julia de Groote und Prof. Dr. Nadine Kammerlander, beleuchtet das WHU – Institut für Familienunternehmen und Mittelstand die Rolle von Family Offices bei der Umsetzung wirkungsorientierter Anlagestrategien. Die qualitative Untersuchung basiert auf 62 Interviews mit VertreterInnen von Single und Multi Family Offices sowie MandantInnen aus unterschiedlichen Generationen und ExpertInnen des Impact-Investing-Sektors.
Zentrale Erkenntnis: Viele Family Offices befinden sich in einer Phase des Umdenkens. Während die sogenannte NextGen Impact Investing zunehmend als Ausdruck eines wertebasierten, gesellschaftlich relevanten Investierens versteht, agiert die ältere Generation oft zurückhaltender. Family Offices übernehmen in diesem Kontext eine Vermittlerrolle zwischen den Generationen und müssen sich strategisch zur Wirkungsmessung, Allokation und Kommunikation ihrer Impact-Ziele positionieren.
Die Studie zeigt zudem, dass das Engagement der Family Offices zwischen zwei Polen verläuft – reaktiv oder proaktiv. Während reaktive Offices auf den Druck der Mandantenfamilien oder der Gesellschaft reagieren, gehen proaktive Offices mit eigenem Impact-Verständnis voran. Eine besondere Herausforderung bleibt die fehlende Standardisierung von Wirkungsmessung und regulatorischer Einordnung. Die Autorinnen leiten daraus praxisnahe Handlungsempfehlungen für den strukturierten Aufbau eines Impact-Investing-Portfolios in Family Offices ab.
| Titel und Untertitel | Impact Investing in Family Offices. Eine qualitative Studie |
| Autor | Vivian Krohn, Julia de Groote, Nadine Kammerlander |
| Jahr | 2023 |
| Keywords | Family Office, NextGen |
| Art | Studien |
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