WHU-Praxisstudie: Risiko in Firma und Familie
In der WHU-Praxisstudie „Risiko in Firma und Familie – Ein Leitfaden für Unternehmerfamilien“ (2018) analysieren Max P. Leitterstorf, Prof. Dr. Nadine Kammerlander und Thilo Wenig zentrale Risikofaktoren, denen Unternehmerfamilien ausgesetzt sind. Der Leitfaden, herausgegeben vom Institut für Familienunternehmen an der WHU – Otto Beisheim School of Management, bietet eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Systematik zur Bewertung und Steuerung unternehmerischer Risiken.
Zentral ist die Differenzierung zwischen Bankrottrisiko (z. B. Illiquidität, Überschuldung) und Schwankungsrisiko (z. B. volatile Gewinne), die jeweils auf drei Ebenen – Familie, Firma und operative Segmente – betrachtet werden. Die Studie betont, dass Familienunternehmen durch ihre Kapitalbindung und ihren langfristigen Zeithorizont besonders verwundbar gegenüber bestimmten Risikoarten sind. Auf Basis eines 3-Ebenen-Modells werden praxisnahe Instrumente wie Stresstests, SWOT-Analysen und Kennziffern (z. B. Eigenkapitalquote, Current Ratio) zur Risikobewertung vorgestellt.
Darüber hinaus liefert der Leitfaden konkrete Optionen zur Risikosenkung, etwa durch Diversifikation, Aufbau eines Family Office, rechtliche Haftungsbegrenzung oder strategische Segmentierung. Ergänzt wird die Analyse durch eine quantitative Studie zu börsennotierten Familienunternehmen in Deutschland, deren Ergebnisse Unterschiede im Risikoverhalten im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen aufzeigen. Die Autoren plädieren für ein holistisches Risikomanagement, das in Systeme, Prozesse und Governance-Strukturen der Unternehmerfamilie integriert ist.
| Titel und Untertitel | Risiko in Firma und Familie – Ein Leitfaden für Unternehmerfamilien |
| Autor | Max P. Leitterstorf, Nadine Kammerlander, Thilo Wenig |
| Jahr | 2018 |
| Keywords | Familienstrategie, Risiko, Risikomanagement |
| Art | Studien |








