Wirtschaftslage und Finanzierung im Handwerk 2025/26

Die von der Creditreform Wirtschaftsforschung unter Leitung von Patrik-Ludwig Hantzsch verantwortete Studie „Wirtschaftslage und Finanzierung im Handwerk 2025/26“ (2026) analysiert die wirtschaftliche Situation des deutschen Handwerks, seine Finanzierungsbedingungen sowie zentrale Zukunftserwartungen der Betriebe. Grundlage ist eine im Januar und Februar 2026 durchgeführte Befragung von 1.245 Handwerksunternehmen aus Ost- und Westdeutschland.

Die Studie zeigt, dass das Handwerk weiterhin unter einem schwierigen konjunkturellen Umfeld steht. Zwar bewerten 53,1 Prozent der befragten Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage als sehr gut oder gut, zugleich bleibt die Umsatzentwicklung angespannt: 25,5 Prozent berichten von Umsatzrückgängen, während nur 22,2 Prozent Zuwächse verzeichnen. Besonders belastend wirken die schwache Bau- und Industriekonjunktur, steigende Kosten, Fachkräftemangel sowie eine wachsende Zahl von Insolvenzen. Für 2025 schätzt Creditreform 4.950 Insolvenzen im Handwerk – ein Anstieg um 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ein besonderer Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Unternehmensnachfolge im Handwerk. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich viele InhaberInnen stärker als früher mit Übergabefragen befassen: Bei 13,0 Prozent läuft der Übergabeprozess bereits, 9,9 Prozent verfügen über konkrete Planungen und 24,8 Prozent haben erste Informationen eingeholt. Die familieninterne Nachfolge bleibt mit 50,5 Prozent zwar die wichtigste Option, verliert jedoch an Bedeutung. Zugleich erwägen 16,8 Prozent der Betriebe eine Stilllegung. Damit macht die Studie deutlich, dass Nachfolge, Fachkräftesicherung und finanzielle Stabilität zu den zentralen Zukunftsfragen des Handwerks zählen.

Titel und Untertitel Wirtschaftslage und Finanzierung im Handwerk 2025/26
Autor Creditreform Wirtschaftsforschung
Jahr 2026
Keywords Handwerk, Unternehmensnachfolge, Wirtschaftslage
Art Studien

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