Auswirkungen der COVID-19-Krise auf Familienunternehmen

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Im Interview „Auswirkungen der COVID-19-Krise auf Familienunternehmen“ (2020) spricht Prof. Dr. Thomas Clauß mit Malte Langer über die besonderen Herausforderungen, vor denen Familienunternehmen während der Corona-Pandemie standen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche kurzfristigen Maßnahmen Unternehmen ergriffen haben, um Liquidität zu sichern, den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Mitarbeitende, KundInnen und weitere Stakeholder verantwortungsvoll einzubinden.

Clauß zeigt, dass Familienunternehmen in der Krise vor allem durch ihre besondere Eigentümerstruktur, ihre langfristige Orientierung und ihre engen Beziehungen zu Mitarbeitenden und PartnerInnen geprägt sind. Als zentrale Handlungsfelder benennt er Liquiditätssicherung, Kurzarbeit, Investitionsaufschub, Gespräche mit Banken und LieferantInnen, Hygienemaßnahmen, angepasste Arbeitsorganisation sowie eine intensive interne Kommunikation. Deutlich wird, dass Kommunikation in Familienunternehmen gerade in Krisenzeiten als Führungsaufgabe verstanden werden muss.

Darüber hinaus macht das Interview sichtbar, dass die COVID-19-Krise nicht nur Belastungen, sondern auch Entwicklungschancen eröffnet hat. Viele Familienunternehmen nutzten digitale Formate, passten Geschäftsmodelle temporär an oder entwickelten neue Angebote – etwa Liefermodelle, digitale Beratung oder veränderte Produktionsschwerpunkte. Damit gibt der Beitrag einen praxisnahen Einblick in die Krisenresilienz von Familienunternehmen und zeigt, wie aus kurzfristiger Krisenbewältigung langfristige Lernprozesse entstehen können.

Erscheinungsjahr:

2020

Publikationsart:

Videos

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