Der Sammelband „Beiträge zur Theorie des Familienunternehmens“, herausgegeben vom Wittener Institut für Familienunternehmen (2009) bildet den Auftakt der Reihe „Schriften zu Familienunternehmen“. In Band 1 legen die Herausgeber Arist von Schlippe, Tom Rüsen und Torsten Groth eine grundlegende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Familienunternehmens vor. Ziel der Publikation ist es, theoretische Zugänge aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenzuführen und damit eine belastbare Grundlage für Forschung, Lehre und Beratung im Kontext von Familienunternehmen zu schaffen.
Der Band vereint Beiträge aus Betriebswirtschaftslehre, Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft und macht deutlich, dass Familienunternehmen nicht allein als ökonomische Organisationen verstanden werden können. Vielmehr werden sie als soziale Systeme beschrieben, in denen sich familiale, unternehmerische und eigentumsbezogene Logiken überlagern. Zentrale Themen sind unter anderem die Besonderheiten familialer Entscheidungsprozesse, die Bedeutung von Werten und Loyalitäten, generationale Dynamiken sowie die strukturellen Spannungsfelder zwischen Familie und Unternehmen.
Besonderes Gewicht erhält der systemtheoretische Blick auf das Familienunternehmen als hybrides System. Die Beiträge zeigen, wie Konflikte, Machtfragen und Identitätsprozesse entstehen und welche Rolle formale und informelle Regeln für die langfristige Stabilität spielen. Der Sammelband gilt als ein Grundlagenwerk der deutschsprachigen Familienunternehmensforschung und liefert zentrale theoretische Bezugspunkte für die Weiterentwicklung von Governance-, Nachfolge- und Familienstrategieansätzen.
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Familienunternehmen
Generationswechsel
Theorie
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