„Blinde Flecken“ und der „Familienfaktor“ in Familienunternehmen

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Im Gespräch „Blinde Flecken und der Familienfaktor in Familienunternehmen“ (2020) erläutern Prof. Dr. Tom A. Rüsen und Konrad Fröhlich, welche Rolle unerkannte Risikofaktoren für Krisenentwicklungen in Familienunternehmen spielen. Im Mittelpunkt stehen sogenannte blinde Flecken – etwa steigende Nettoverschuldung oder Wachstum ohne entsprechende Renditeentwicklung –, die in stabilen Phasen häufig übersehen werden, in Krisen jedoch den Handlungsspielraum erheblich einschränken können.

Der Beitrag macht deutlich, dass Krisenmanagement in Familienunternehmen nicht allein auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen reduziert werden darf. Entscheidend ist auch der Familienfaktor: Governance-Strukturen, Finanzierungslogiken, familiäre Wertvorstellungen, Denkverbote sowie die Haltung zu Personalabbau, Standortfragen oder strategischen Einschnitten beeinflussen maßgeblich, wie eine Unternehmerfamilie auf Krisen reagiert.

Prof. Dr. Tom A. Rüsen und Konrad Fröhlich zeigen, warum eine systematische Analyse der Unternehmerfamilie für die Krisenbewältigung unverzichtbar ist. Der Beitrag bietet damit einen kompakten Impuls für Unternehmerfamilien, GesellschafterInnen und BeraterInnen, die Krisen frühzeitig erkennen, familiendynamische Einflussfaktoren berücksichtigen und unternehmerische Handlungsfähigkeit sichern möchten.

Erscheinungsjahr:

2020

Publikationsart:

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