Corporate Social Responsibility in Familienunternehmen

Begriffe, Abgrenzungen und zentrale Dimensionen unternehmerischer Verantwortung

Im Fachartikel „Corporate Social Responsibility in Familienunternehmen“ (2026), der in der FUS – Zeitschrift für Familienunternehmen und Strategie erschienen ist, untersuchen Prof. Dr. Thomas Clauß und Prof. Dr. Anne Katarina Heider, wie sich unternehmerische Verantwortung in Familienunternehmen konkret gestaltet. Aufbauend auf zentralen CSR-Konzepten wie Carrolls Verantwortungspyramide und dem Triple-Bottom-Line-Ansatz analysieren die AutorInnen das Zusammenspiel von ökonomischen, ethischen, rechtlichen, philanthropischen und ökologischen Dimensionen unternehmerischer Verantwortung. CSR wird dabei als strategisch integrierter Bestandteil nachhaltiger Unternehmensführung verstanden, der über gesetzliche Pflichten hinausgeht und sowohl interne als auch externe Stakeholder adressiert.

Besonders im Fokus stehen die strukturellen Stärken familiengeführter Unternehmen: eine langfristige Orientierung, enge Stakeholderbindung sowie ein wertebasiertes Führungsverständnis. CSR-Initiativen dienen hier nicht nur der Reputation, sondern auch dem generationenübergreifenden Erhalt von Familienunternehmen. Gleichwohl benennen Clauß und Heider spezifische Herausforderungen wie die Heterogenität familiärer Interessen, fehlende formale Strukturen und Spannungsfelder rund um das sozioemotionale Vermögen. Besonders kritisch wird die Gefahr selektiven CSR-Verhaltens reflektiert, das primär eigennützige Ziele verfolgt.

Abschließend geben die AutorInnen praxisnahe Handlungsempfehlungen zur systematischen CSR-Verankerung in Familienunternehmen: von der Formulierung gemeinsamer Werte und Zielbilder über die Etablierung formaler Strukturen bis hin zur Einbindung der Nachfolgegeneration.

Erscheinungsjahr:

2026

Publikationsart:

Praxisartikel

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