Crossing the Crisis – Erste Ergebnisse der Studie zur Corona-Krise

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Im Gespräch „Crossing the Crisis – Erste Ergebnisse der Studie zur Corona-Krise“ (2020) geben Prof. Dr. Tom A. Rüsen und Dr. Claudia Binz Astrachan erste Einblicke in ein internationales Forschungsprojekt zum Umgang von Familienunternehmen mit der Corona-Pandemie. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, mit denen Familienunternehmen ihre Belegschaft, ihr Unternehmen und ihre Unternehmerfamilie in einer akuten Krisensituation schützen und zugleich zukunftsfähig aufstellen konnten.

Der Beitrag unterscheidet zwischen defensiven und offensiven Krisenmaßnahmen. Zu den defensiven Maßnahmen zählen unter anderem Krisenorganisation, Liquiditätssicherung, Kostenreduktion, Schutz der Mitarbeitenden, Hygienekonzepte, Homeoffice, digitale Kommunikation und operative Anpassungen. Zugleich wird deutlich, dass viele Familienunternehmen die Krise auch als Entwicklungschance genutzt haben – etwa durch beschleunigte Digitalisierung, Geschäftsmodellanpassungen, antizyklische Investitionen und neue Formen der Zusammenarbeit mit KundInnen, LieferantInnen und weiteren Stakeholdern.

Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Unternehmerfamilie. In der Krise gewinnen Kommunikation, Erwartungsmanagement, Family Governance und Entscheidungsfähigkeit erheblich an Bedeutung. Der Beitrag zeigt, dass Familienunternehmen nicht nur unternehmerische Krisen bewältigen müssen, sondern zugleich die Erwartungen und möglichen Spannungen im Gesellschafterkreis aktiv steuern sollten – etwa bei Ausschüttungen, Kapitalbedarf oder digitaler Beteiligung der Familie. Damit liefert das Gespräch praxisnahe Impulse für ein vorausschauendes Krisenmanagement in Familienunternehmen und Unternehmerfamilien.

Erscheinungsjahr:

2020

Publikationsart:

Videos

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