Cybersicherheit in Familienunternehmen

Ein innovativer Ansatz zu externer Nachfolge in Familienunternehmen
  • Cover des WIFU-Praxisleitfadens „Cybersicherheit in Familienunternehmen – Vom IT-Thema zur ganzheitlichen Führungsaufgabe“ mit einer Nahaufnahme spitzer Stacheln als Bildmotiv.
    Cybersicherheit in Familienunternehmen

    mit einem Vorwort von Tom A. Rüsen

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Der Praxisleitfaden zeigt, warum Cybersicherheit in Familienunternehmen weit über den Schutz technischer Systeme hinausgeht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen ihre digitale Widerstandsfähigkeit so gestalten können, dass nicht nur Daten und Systeme, sondern auch Reputation, Handlungsfähigkeit und das generationenübergreifende Lebenswerk der Unternehmerfamilie geschützt werden. Der Praxisleitfaden versteht Cybersicherheit deshalb als strategische Führungsaufgabe, die auf Ebene von Unternehmerfamilie, Geschäftsführung und relevanten Gremien verankert werden sollte.

Grundlage ist ein ganzheitliches Verständnis von Cybersicherheit entlang der vier Dimensionen Technik, Mensch, Organisation und Resilienz. Der Praxisleitfaden erläutert zentrale Angriffsmethoden und Schutzziele und arbeitet zugleich spezifische Verwundbarkeiten von Familienunternehmen heraus. Dazu zählen insbesondere informelle Entscheidungswege, eine ausgeprägte Vertrauenskultur, die Vermischung von privater und geschäftlicher Sphäre sowie fehlende oder unklar definierte Sicherheitsrollen. Auf Basis einer Befragung von 160 Unternehmen werden zudem vier empirisch fundierte Cybersecurity-Archetypen vorgestellt: die Ganzheitlichen, die Technokraten, die Humanisten und die Nachzügler. Sie ermöglichen es Familienunternehmen, die eigene Sicherheitsreife einzuordnen und typische Stärken sowie blinde Flecken zu erkennen.

Abschließend leiten die AutorInnen konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis ab. Dazu gehören die strategische Verankerung von Cybersicherheit in Gesellschafter- und Beiratsstrukturen, die Benennung klarer Verantwortlichkeiten, regelmäßige Risikoanalysen und Schulungen sowie vorbereitete und eingeübte Notfallpläne. Eine besondere Rolle kann dabei ein sogenannter „Family Disruptor“ übernehmen – eine Person aus dem Familien- oder Gesellschafterkreis, die digitale Kompetenz mit Entscheidungsbefugnis verbindet. Der Praxisleitfaden macht deutlich, dass wirksame Cybersicherheit nicht durch einzelne technische Maßnahmen entsteht, sondern durch das abgestimmte Zusammenspiel von Technologie, Sicherheitskultur, Governance und organisatorischer Resilienz.

Erscheinungsjahr:

2026

Publikationsart:

Praxisleitfäden

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