Das Doing-Family-Konzept

Eine neue Perspektive zum Verständnis der Herstellung und des Zusammenhalts von Unternehmerfamilien

Im Artikel ‚Das Doing-Family-Konzept. Eine neue Perspektive zum Verständnis der Herstellung und des Zusammenhalts von Unternehmerfamilien‘ (FuS 1/2022) von Tobias Köllner, Hanna Haver-Rassfeld und Heiko Kleve wird der tiefgreifende Wandel in Unternehmerfamilien thematisiert. Dieser Wandel ist eng verbunden mit Individualisierungs- und Pluralisierungsprozessen sowie einer veränderten Rolle der Geschlechter und Nachfolgepraktiken. Die AutorInnen argumentieren, dass der Zusammenhalt in Unternehmerfamilien nicht mehr als selbstverständlich angesehen werden kann, sondern aktiv hergestellt werden muss.

Die theoretischen Grundlagen des Artikels basieren auf dem Konzept des ‚Doing Family‘, das die Familie als soziales Konstrukt betrachtet. Die AutorInnen erläutern, dass der Zusammenhalt in Unternehmerfamilien durch verschiedene Praktiken wie Balancemanagement, Konstruktion von Gemeinsamkeiten und das Displaying Family gefördert wird. Diese Konzepte bieten eine neue Perspektive auf die Dynamik innerhalb von Unternehmerfamilien und deren Identität.

Die Ergebnisse des Artikels haben weitreichende Implikationen für Unternehmerfamilien, da sie aufzeigen, wie wichtig es ist, den Zusammenhalt aktiv zu gestalten und zu pflegen. Die AutorInnen betonen, dass Maßnahmen zur Stärkung der familiären Bindungen notwendig sind, um den Herausforderungen der modernen Gesellschaft zu begegnen. Dies ist besonders relevant für die Nachfolgeplanung und die langfristige Stabilität von Familienunternehmen.

Erscheinungsjahr:

2022

Publikationsart:

Praxisartikel

Keywords:

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