Der Beitrag „Die konsequente Entwicklung von Gesellschafter‑Kompetenzen“ ist ein Interview von Hendrik Fuchs mit Prof. Dr. Tom A. Rüsen, erschienen in Die News 6/2020. Im Mittelpunkt steht die zunehmende Bedeutung professioneller Gesellschafterkompetenzen in Familienunternehmen in Deutschland. Strukturveränderungen – insbesondere die wachsende Trennung von operativer Führung und Gesellschafterrolle – machen eine gezielte Kompetenzentwicklung auf Eigentümerebene unverzichtbar.
Auf Basis empirischer Beobachtungen und wissenschaftlicher Studien zeigt Rüsen, dass viele Familienunternehmen den steigenden Anforderungen an Gesellschafter noch nicht ausreichend mit systematischen Qualifizierungsangeboten begegnen. Eine gemeinsame Studie von WIFU und PwC belegt, dass trotz wachsender Relevanz bislang zu wenig in die Ausbildung und Professionalisierung von Gesellschaftern investiert wird.
Die praktischen Implikationen für Unternehmerfamilien sind erheblich: Eine strukturierte Kompetenzentwicklung stärkt nicht nur die Qualität der Unternehmensführung, sondern auch die familiäre Zusammenarbeit und Governance. Durch gezielte Weiterbildungsprogramme und verbindliche Standards – etwa in Form eines „Gesellschafter‑Führerscheins“ – können Familienunternehmen sicherstellen, dass ihre Gesellschafter fundierte Entscheidungen treffen und ihre Rolle als verantwortungsvolle Eigentümer aktiv wahrnehmen.
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Digitalisierung
Erbschaftssteuerreform
Familienunternehmen
Gesellschafterkompetenz
Professionalisierung
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