Die Konstruktion von Feindbildern

eine paradoxe »Anleitung«

Der Artikel ‚Die Konstruktion von Feindbildern – eine paradoxe »Anleitung«‘ von Arist von Schlippe (konfliktdynamik 3/2013) thematisiert die Dynamiken von Konflikten, die sich der Kontrolle der AkteurInnen entziehen. Ein zentrales Anliegen ist die Analyse der Eskalation von Konflikten, die durch dämonisierende Beschreibungen des Gegenübers gekennzeichnet ist. Diese Wahrnehmungen führen dazu, dass die Konfliktparteien sich gegenseitig als ‚dumm, krank oder böse‘ wahrnehmen, was die Konfliktdynamik weiter verstärkt.

Im Rahmen der Untersuchung werden fünf Rahmenbedingungen für die Entstehung solcher dämonischen Narrative herausgearbeitet: das verletzte Gerechtigkeitsempfinden, fundamentale Wahrnehmungsfehler, die Betrachtung des Konflikts als ‚Parasit‘, die Zerrüttung der Beziehung sowie gefährliche Gedanken, die ein eskalatives Mindset begünstigen. Der Autor plädiert für eine tragische Sichtweise, die Fehlerhaftigkeit und Unvollkommenheit als Teil des menschlichen Lebens akzeptiert und somit eine konstruktive Konfliktbewältigung ermöglicht.

Die praktischen Implikationen für Unternehmerfamilien sind signifikant. Der Artikel bietet wertvolle Einsichten zur De-Eskalation von Konflikten und zur Förderung einer konstruktiven Konfliktkultur. Durch das Verständnis der beschriebenen Mechanismen können Unternehmerfamilien lernen, Konflikte nicht nur zu vermeiden, sondern auch produktiv zu gestalten, indem sie sich auf die Beziehung und nicht auf den Sieg konzentrieren.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2013

Publikationsart:

Praxisartikel

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