Inhalt von YouTube blockiert. Zum Anzeigen werden Daten an Dritte übertragen.
Im Vortrag „Die lernende Unternehmerfamilie – Wie Unterschiede zu Unterschieden werden““ (2019) erläutert Prof. Dr. Heiko Kleve, wie Unternehmerfamilien zu lernenden Systemen werden und lernfähig bleiben können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Lernen in Unternehmerfamilien verstanden, angeregt und strukturiert werden kann – sowohl auf individueller Ebene als auch im Zusammenspiel von Familie, Organisation und Netzwerk.
Kleve unterscheidet Lernen in drei Dimensionen: Kopf, Herz und Hand. Lernen umfasst demnach nicht nur die Aufnahme von Informationen, sondern auch emotionale Verankerung und praktisches Handeln. Zugleich macht der Vortrag deutlich, dass menschliche Systeme nicht direkt steuerbar sind. Lernen kann daher nicht einfach „übertragen“, sondern nur durch geeignete Kommunikations- und Erfahrungsräume angeregt werden.
Für Unternehmerfamilien ist diese Perspektive besonders relevant, weil sie hybride Systeme sind: Sie funktionieren als Familie, organisieren sich zugleich über Gremien, Rollen und Strukturen und entwickeln mit wachsender Größe Netzwerkcharakter. Der Vortrag zeigt, dass eine lernende Unternehmerfamilie Tradition und Innovation ausbalancieren, Wissen teilen, Beziehungen stärken und gemeinsame Lernformate etablieren muss. Damit bietet der Beitrag einen grundlegenden Impuls für Familien, die ihre GesellschafterInnenkompetenz, ihre Governance und ihren Zusammenhalt langfristig weiterentwickeln möchten.
Autor/-in:
Erscheinungsjahr:
Publikationsart:
Keywords:
Entwicklung
Lernen
Unternehmerfamilie
Mehr lesen
Hallo, ich bin Callista!Haben Sie eine Frage aus dem Themenfeld "Familienunternehmen und Unternehmerfamilien"?
Inhalt von Elfsight blockiert. Zum Anzeigen werden Daten an Dritte übertragen.