Die Organisation des Familiennetzwerks

Management großer Unternehmerfamilien als Ermöglichung von Reziprozität – eine Theorieskizze

Im Artikel „Die Organisation des Familiennetzwerks“ von Heiko Kleve (FuS 2/2018) wird die These aufgestellt, dass große Unternehmerfamilien, die aus mehreren Hundert familiären Gesellschaftern bestehen, als verdreifachte Familien beschrieben werden können. Diese Familien vereinen drei unterschiedliche Systemlogiken: die der Familie, der formalen Organisation und der sozialen Netzwerke. Diese Logiken sind entscheidend für das Verständnis der Dynamiken innerhalb von Unternehmerfamilien und deren spezifischen Herausforderungen.

Der Artikel stützt sich auf die soziologische Systemtheorie und beleuchtet die Komplexität der sozialen Beziehungen in Unternehmerfamilien. Es wird herausgearbeitet, dass die formalen Strukturen und die informellen Netzwerke innerhalb dieser Familien entscheidend sind, um den familiären Zusammenhalt und die innerfamiliäre Kooperation zu fördern. Der Autor zeigt, dass die Organisation familienstrategischer Entscheidungen und die Etablierung von Netzwerken notwendig sind, um die Herausforderungen der modernen Unternehmerfamilie zu bewältigen.

Die Ergebnisse des Artikels haben weitreichende Implikationen für Unternehmerfamilien, insbesondere in Bezug auf Governance und Nachfolge. Die Schaffung von sozialen Netzwerken und die Förderung von Reziprozität sind entscheidend, um die langfristige Stabilität und den Zusammenhalt innerhalb der Familie zu sichern. Der Artikel bietet wertvolle Einsichten für die strategische Ausrichtung von Unternehmerfamilien und deren transgenerationale Weitergabe von Unternehmenswerten.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2018

Publikationsart:

Praxisartikel

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