Der Artikel ‚Die Verbrauchsstiftung in der Praxis. Rechtliche Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten von Verbrauchsstiftungen in Deutschland‘ von Rainer Kögel und Andrea Seemann (FuS 3/2018) behandelt die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Einführung der Verbrauchsstiftung ergeben. Insbesondere kleinere Stiftungen stehen vor der Herausforderung, ausreichende Erträge zu erwirtschaften, um ihren Stiftungszweck zu erfüllen. Die gesetzliche Regelung von 2013 ermöglicht es Stiftungen, ihr Vermögen unter bestimmten Bedingungen zu verbrauchen, was für viele Stiftungen eine interessante Alternative darstellt.
In der Analyse werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Struktur der Verbrauchsstiftung detailliert erläutert. Die AutorInnen erklären, dass die Verbrauchsstiftung nicht nur für einen bestimmten Zeitraum, sondern auch für eine langfristige Zweckverwirklichung konzipiert werden kann. Zudem wird die Möglichkeit von Kombinationsmodellen zwischen dauerhaften und verbrauchenden Stiftungen thematisiert, was eine flexible Handhabung des Stiftungsvermögens ermöglicht.
Die praktischen Implikationen für Unternehmerfamilien sind erheblich. Die Verbrauchsstiftung bietet eine Lösung, um in Zeiten niedriger Erträge auf das Stiftungsvermögen zuzugreifen, ohne die langfristige Zielsetzung der Stiftung zu gefährden. Insbesondere für Familienstiftungen eröffnet dieses Modell neue Perspektiven in der Vermögensverwaltung und Nachfolgeplanung, während gleichzeitig steuerliche Aspekte berücksichtigt werden müssen.
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Erbschaftsteuer
Familienstiftung
Stiftungsvermögen
Verbrauchsstiftung
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