Die von PwC in Kooperation mit dem Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) an der Universität Witten/Herdecke durchgeführte Studie widmet sich der Frage, wie Gesellschafterkompetenz in deutschen Familienunternehmen verstanden, entwickelt und institutionell verankert wird. Im Zentrum stehen dabei sowohl formelle als auch informelle Mechanismen der Kompetenzentwicklung innerhalb von Unternehmerfamilien.
Grundlage der Untersuchung bilden 263 Interviews mit Mitgliedern von Familienunternehmen, die nach Angaben der Autorinnen und Autoren ein breites Bild der deutschen Familienunternehmenslandschaft abbilden sollen. Ein Schwerpunkt liegt auf den Wahrnehmungen und Erwartungen von Gesellschafterinnen und Gesellschaftern in unterschiedlichen Unternehmens- und Eigentümerkonstellationen.
Die Studie liefert zahlreiche empirische Einzelbefunde. So zeigt sich unter anderem, dass Gesellschafterkompetenz häufig primär als betriebswirtschaftliches Fachwissen verstanden wird, dass die Befürchtung steigender Konflikte durch „mündige Gesellschafter“ rückläufig ist und dass insbesondere mittelgroße Gesellschafterkreise ein erhöhtes Maß an Uneinigkeit aufweisen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Bedeutung von Gesellschafterkompetenz innerhalb von Unternehmerfamilien keineswegs einheitlich bewertet wird.
Hervorzuheben ist die differenzierte Typologie von Familienunternehmen in reine Familienunternehmen, familienkontrollierte Unternehmen und familienbeeinflusste Unternehmen, die einen wichtigen Beitrag zur weiteren Ausdifferenzierung der Familienunternehmensforschung in Deutschland leistet. Diese Klassifizierung ermöglicht es, strukturelle Unterschiede innerhalb der Unternehmensform Familienunternehmen analytisch besser zu erfassen.
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Familienunternehmen
Gesellschafterkompetenz
Gesellschafterkompetenzentwicklung
Governance
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