Im Praxisleitfaden „Die Europäische Aktiengesellschaft (SE) als Rechtsformalternative für Familienunternehmen – Ein Leitfaden“ (2018) analysieren Arnd Becker und Paul Schreiner die SE als mögliche Rechtsform für familiengeprägte Unternehmen. Ausgangspunkt ist die Frage, unter welchen Voraussetzungen die SE den spezifischen Anforderungen von Familienunternehmen gerecht werden kann und wie sie sich im Vergleich zu etablierten Rechtsformen wie GmbH, AG oder GmbH & Co. KG einordnet.
Der Leitfaden stellt systematisch die zentralen Kriterien der Rechtsformwahl für Familienunternehmen dar, darunter Leitungs- und Kontrollstrukturen, Gesellschafterrechte, Flexibilität der Satzung, Kapitalbeschaffung, Haftung sowie Arbeitnehmerbeteiligung. Ein besonderer Fokus liegt auf der europäischen Prägung der SE, ihrer Kapitalmarktfähigkeit und der Wahlmöglichkeit zwischen dualistischer und monistischer Leitungsstruktur. Die Autoren zeigen auf, dass die SE zwar weitgehend dem nationalen Aktienrecht unterliegt, zugleich aber spezifische Gestaltungsspielräume eröffnet, etwa im Hinblick auf Mitbestimmungsregelungen und internationale Mobilität.
Darüber hinaus beleuchtet der Leitfaden praxisnah die unterschiedlichen Wege in die SE, einschließlich Umwandlung, Verschmelzung und der Nutzung einer Vorrats-SE. Die Eignung der SE wird differenziert nach verschiedenen Gestaltungsvarianten – etwa als SE & Co. KG oder SE & Co. KGaA – bewertet. Abschließend werden die maßgeblichen Entscheidungsfaktoren zusammengeführt, die Familienunternehmen bei der Wahl der SE als Rechtsform berücksichtigen sollten, wobei sowohl rechtliche als auch familienstrategische Aspekte in den Blick genommen werden.
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Europäische Aktiengesellschaft
Familienunternehmen
Generationswechsel
Mitbestimmung
Rechtsform
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