Fallbeispiel Familienstrategieentwicklung

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Im Video „Fallbeispiel: Wie Probleme in Unternehmerfamilien entstehen“ (2019) erläutert Prof. Dr. Tom A. Rüsen anhand eines praxisnahen Beispiels, warum Unternehmerfamilien zentrale Zukunftsfragen frühzeitig und gemeinsam klären sollten. Ausgangspunkt ist ein 80-jähriger Unternehmensgründer mit drei Kindern und elf EnkelInnen, der seine Anteile bislang nicht übertragen hat und nun vor der Frage steht, wie Unternehmen und Familie langfristig zukunftsfähig aufgestellt werden können.

Das Fallbeispiel macht deutlich, dass unausgesprochene Annahmen schnell zu Konflikten führen können. So zeigt sich etwa bei der Frage, welche EnkelInnen künftig im Unternehmen mitarbeiten dürfen, dass Interesse und verfügbare Positionen nicht automatisch zusammenpassen. Auch bei der Anteilsübertragung entstehen unterschiedliche Gerechtigkeitsvorstellungen: Während der Gründer alle EnkelInnen gleich behandeln möchte, erwarten seine Kinder eine Verteilung entlang der drei Familienstämme.

Der Beitrag verdeutlicht damit zentrale Fragestellungen der Familienstrategieentwicklung – von Nachfolge und Mitarbeit im Unternehmen über Vermögensübertragung bis hin zu Werten, Aufsicht und Gesellschafterkompetenz. Eine Familienverfassung, Familiencharta oder ein Familienkodex kann helfen, gemeinsame Antworten zu formulieren. Entscheidend ist jedoch, dass diese Regeln anschließend auch umgesetzt und gelebt werden – etwa durch angepasste Verträge, regelmäßige Familientage und ein professionelles Familienmanagement.

Rüsen, Tom A.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2019

Publikationsart:

Videos

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