Familienstiftungen

Gesetzliche Grundlagen, Ausgestaltungen und Besteuerung

Die vorliegende Studie von Prof. Dr. Gerhard Kraft befasst sich umfassend mit dem Rechtsinstitut der Familienstiftung im deutschen Recht und analysiert deren zivilrechtliche, steuerrechtliche und wirtschaftliche Dimensionen. Entgegen weit verbreiteter Fehlannahmen zeigt die Untersuchung auf, dass die Familienstiftung kein Steuersparmodell darstellt, sondern ein hochkomplexes Instrument der Unternehmensnachfolge, Vermögensstrukturierung und langfristigen Familienbindung ist.

Im Mittelpunkt der Analyse stehen die verschiedenen Ausgestaltungsformen von Familienstiftungen in Deutschland, deren steuerliche Rahmenbedingungen sowie die Rechtsbeziehungen zwischen Stifter, Stiftung und Destinatären – sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext. Dabei werden systematisch die wesentlichen Vorteile wie Vermögensschutz (Asset Protection), Vermeidung familiärer Streitigkeiten und strukturierte Nachfolgeplanung den erheblichen Nachteilen gegenübergestellt. Zu letzteren zählen insbesondere die irreversible Vermögensbindung, die Erbersatzsteuer, sowie Governance‑ und Kontrollprobleme innerhalb der Stiftungsstruktur.

Ein besonderer Schwerpunkt der Studie liegt auf den steuerlichen Fragestellungen der Familienstiftung, insbesondere auf der Besteuerung der Vermögensdotation, der laufenden Besteuerung der Stiftung sowie den steuerlichen Konsequenzen für die Destinatäre nach deutschem Steuerrecht.

Abschließend kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Errichtung einer Familienstiftung stets eine sorgfältige, einzelfallbezogene Vorteilhaftigkeitsanalyse erfordert. Eine Implementierung darf nicht primär aus steuerlichen Motiven erfolgen, sondern muss in eine ganzheitliche rechtliche, wirtschaftliche und familiäre Gesamtstrategie eingebettet sein.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2025

Publikationsart:

Studien

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