Familienunternehmen als unmögliche Konstruktion

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Im Vortrag „Familienunternehmen als unmögliche Konstruktion“ (2021) erläutert Prof. Dr. Arist von Schlippe die besondere Spannung, die Familienunternehmen prägt. Ausgangspunkt ist die provokante These, dass Familie und Unternehmen zwei soziale Systeme verbinden, die nach sehr unterschiedlichen Logiken funktionieren: Während Familie auf Bindung, Zugehörigkeit und persönliche Beziehungen ausgerichtet ist, folgt das Unternehmen einer Entscheidungs-, Leistungs- und Funktionslogik.

Der Vortrag zeigt, warum diese Gleichzeitigkeit in Unternehmerfamilien immer wieder zu Paradoxien führen kann. Anhand des Drei-Kreis-Modells und konkreter Beispiele verdeutlicht Prof. Dr. Arist von Schlippe, dass Mitglieder von Unternehmerfamilien häufig zugleich als Familienmitglieder, EigentümerInnen und VerantwortungsträgerInnen angesprochen werden. Besonders herausfordernd sind dabei Fragen von Nachfolge, Gerechtigkeit, Rollenklärung und Zugehörigkeit.

Ein zentraler Gedanke ist das Konzept der „verdoppelten Familie“: Unternehmerfamilien müssen sowohl Familie bleiben als auch organisationale Strukturen entwickeln, um langfristig entscheidungsfähig zu sein. Der Beitrag benennt zentrale Entwicklungsaufgaben wie Bewusstheit, klare Regeln, die Balance von Zugehörigkeit und Selektivität sowie ein gemeinsames Sinnverständnis. Damit bietet der Vortrag einen fundierten Zugang zur Frage, wie Unternehmerfamilien ihre besonderen Spannungen produktiv bearbeiten können.

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Erscheinungsjahr:

2021

Publikationsart:

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