Familienunternehmen sollten sich disruptiv hinterfragen

Im Interview ‚Familienunternehmen sollten sich disruptiv hinterfragen‘ (Unternehmeredition 4/2020) von Eva Rathgeber thematisiert Thomas Druyen die Notwendigkeit einer kritischen Selbstreflexion von Familienunternehmen im Kontext des digitalen Wandels. Das Gespräch beleuchtet die Herausforderungen, die der demografische Wandel und die technologische Entwicklung für die Zukunftsgestaltung von Familienunternehmen mit sich bringen. Dabei wird die Bedeutung der Vermögensforschung und der Zukunftspsychologie hervorgehoben, um die Wechselwirkungen zwischen materiellem Reichtum und der Lebensgestaltung von Vermögenden zu verstehen.

Die beiden Gesprächspartner diskutieren die Unterscheidung zwischen Reichtum und Vermögen und führen den Begriff der ‚Vermögenskultur‘ ein, um die unterschiedlichen Werte und Einstellungen von Vermögenden sichtbar zu machen. Prof. Dr. Druyen argumentiert, dass Vermögende, die ihren Reichtum verantwortungsvoll einsetzen, eine positive gesellschaftliche Rolle spielen können. Diese Differenzierung ist entscheidend, um die psychologischen und sozialen Auswirkungen von Reichtum auf Individuen und Gesellschaften zu analysieren.

Für Unternehmerfamilien wird deutlich, dass die kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Geschäftsmodellen und die Bereitschaft zur Transformation unerlässlich sind, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Das Interview fordert dazu auf, die Chancen des interkulturellen Dialogs zu nutzen und die Partizipation jüngerer Generationen in den Entscheidungsprozess zu integrieren, um eine nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung zu gewährleisten.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2020

Publikationsart:

Praxisartikel

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