In der Studie „Familienunternehmen und die aktuelle Weltwirtschaftskrise – Eine empirische Bestandsaufnahme“, herausgegeben von der Stiftung Familienunternehmen (2009), analysieren Rudi Wimmer, Christoph Kolbeck, Tom A.Rüsen und Tim Bauer auf empirischer Grundlage, wie deutsche Familienunternehmen von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen sind und welche Bewältigungsmuster sie entwickeln. Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Befragung von über 250 Familienunternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen sowie ergänzenden qualitativen Fallstudien.
Im Fokus der Analyse stehen Ausmaß und Formen der Krisenbetroffenheit, insbesondere Nachfrageeinbrüche, Preisverfall und Auswirkungen auf Umsatzrenditen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Großteil der befragten Unternehmen erhebliche Umsatzeinbußen verzeichnet, diese jedoch aufgrund vergleichsweise hoher Eigenkapitalquoten und stabiler Gesellschafterstrukturen zunächst als weniger existenzbedrohend einschätzt. Gleichzeitig wird deutlich, dass Banken restriktiver agieren und höhere Sicherheiten verlangen, ohne dass bereits von einer flächendeckenden Kreditklemme gesprochen werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf personalpolitischen Maßnahmen, strategischen Reaktionen auf die Krise sowie der Rolle von Unternehmerfamilie und Gesellschafterkreis. Die Studie verdeutlicht, dass Familienunternehmen stark auf interne Ressourcen setzen: auf Loyalität der Belegschaft, enge Kundenbeziehungen und die Rückendeckung durch die Eigentümerfamilie. Zugleich wird herausgearbeitet, dass funktionierende Family Governance und klare Ausschüttungsregeln in Krisenzeiten entscheidend zur Stabilisierung beitragen und die langfristige Überlebensfähigkeit von Familienunternehmen sichern.
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Familienunternehmen
Finanzierung
Governance
Personalpolitik
Wirtschaftskrise
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