Familienunternehmer als externe Beiräte

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Im Interview „Familienunternehmer als externe Beiräte – empirische Untersuchung einer häufig gewählten Besetzung. Wie gut ist sie wirklich?“ (2019) erläutert Otto W. Obermaier zentrale Erkenntnisse aus dem gleichnamigen Band der WIFU-Schriftenreihe. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen internen FamilienunternehmerInnen und externen FamilienunternehmerInnen in Beiratsfunktionen gelingt – und warum diese Verbindung trotz gemeinsamer unternehmerischer Erfahrungswelt nicht automatisch erfolgreich ist.

Obermaier macht deutlich, dass externe FamilienunternehmerInnen in Beiräten eine besondere Rolle einnehmen können. Aufgrund ihrer eigenen unternehmerischen Prägung bringen sie ein spezifisches Verständnis für Verantwortung, Risiko, langfristiges Denken und strategische Abwägungen mit. Dadurch können sie sowohl unternehmerischen Mut stärken als auch zu notwendiger Vorsicht beitragen. Zugleich zeigt die Untersuchung, dass die Zufriedenheit mit solchen Beiratsbesetzungen keineswegs selbstverständlich ist und erhebliches Optimierungspotenzial besteht.

Als zentrale Herausforderung beschreibt Obermaier eine „Sprachlosigkeit“ zwischen internen und externen FamilienunternehmerInnen. Häufig würden Erwartungen, Rollenverständnisse und Grenzen der Zusammenarbeit nicht ausreichend geklärt, wodurch Missverständnisse entstehen können. Der Beitrag zeigt daher, wie wichtig eine frühzeitige und offene Kommunikation über Auftrag, Entscheidungsrechte und gegenseitige Erwartungen ist. Damit bietet das Interview praxisnahe Impulse für Unternehmerfamilien, die externe FamilienunternehmerInnen in Beirats- oder Aufsichtsgremien einbinden möchten.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2019

Publikationsart:

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