Wittener Schriften zu Familienunternehmen – Band 26

Familienunternehmer als externe Beiräte

Empirische Untersuchung einer häufig gewählten Besetzung: Wie gut ist sie wirklich?
  • Buchcover „Familienunternehmer als externe Beiräte“ von Otto W. Obermaier mit dem Untertitel „Empirische Untersuchung einer häufig gewählten Besetzung: Wie gut ist sie wirklich?“, violett-weißes Layout.
    Familienunternehmer als externe Beiräte

    Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Arist von Schlippe

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Im Band 26 der Reihe „Schriften zu Familienunternehmen“, herausgegeben von Tom A. Rüsen, Marcel Hülsbeck und Arist von Schlippe, untersucht Otto W. Obermaier unter dem Titel „Familienunternehmer als externe Beiräte. Empirische Untersuchung einer häufig gewählten Besetzung: Wie gut ist sie wirklich?“ (2019) empirisch die verbreitete Praxis, externe Familienunternehmer in die Beiräte von Familienunternehmen zu berufen. Publiziert im V&R unipress Verlag. Ausgangspunkt der Arbeit ist die Annahme, dass Unternehmer als Beiräte aufgrund ihrer Eigentümererfahrung, ihrer Werteorientierung und ihres unternehmerischen Denkens als besonders geeignet gelten. Die Studie fragt systematisch danach, welche Erwartungen die einladenden Familienunternehmer an diese Rolle knüpfen und in welchem Maße diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden.

Auf Basis qualitativer Interviews mit internen Gesellschaftern (A), externen Familienunternehmern im Beirat (B) sowie weiteren externen Beiratsmitgliedern (C) analysiert Obermaier Erwartungsstrukturen, Erwartungs-Erwartungen, Kommunikationsmuster und psychologische Kontrakte. Ein zentrales Ergebnis ist, dass implizite Annahmen und Konsensfiktionen die Zusammenarbeit stark prägen und zugleich ein erhebliches Konfliktpotenzial bergen. Die Arbeit zeigt differenziert, in welchen Bereichen – etwa Respekt, Kompetenzzuschreibung, Unterstützung der Gesellschafter oder Governance-Verständnis – systematische Enttäuschungen auftreten können.

Im Ergebnis leistet die Studie einen fundierten Beitrag zur Professionalisierung der Beiratsarbeit in Familienunternehmen. Sie macht deutlich, dass der Erfolg externer Familienunternehmer im Beirat weniger von deren unternehmerischer Herkunft als vielmehr von der expliziten Klärung von Rollen, Erwartungen und Verantwortlichkeiten abhängt. Die Arbeit schließt mit praxisnahen Empfehlungen für beide Seiten und bietet eine theoretisch fundierte Grundlage für reflektierte Besetzungsentscheidungen und nachhaltige Governance-Strukturen in Unternehmerfamilien.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2019

Publikationsart:

WIFU-Schriftenreihe

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