Fluch oder Segen?

Familienfremde Ressourcen und die Internationalisierung von Familienunternehmen

Der Praxisreport ‚Fluch oder Segen? Familienfremde Ressourcen und die Internationalisierung von Familienunternehmen‘ von Sascha Kraus, Helge Mensching und Andrea Calabrò (FuS 2/2016) behandelt die Herausforderungen, denen sich Familienunternehmen bei der Internationalisierung gegenübersehen. Die AutorInnen analysieren, wie externe Ressourcen sowohl unterstützend als auch potenziell bedrohlich für den sozioemotionalen Wert (SEW) der Eigentümerfamilie sein können. Die zunehmende Globalisierung zwingt Familienunternehmen, sich mit komplexen Internationalisierungsprozessen auseinanderzusetzen, während sie gleichzeitig den Einfluss der Familie wahren möchten.

In der Untersuchung werden vier verschiedene Internationalisierungspfade identifiziert, die Familienunternehmen helfen, den Zielkonflikt zwischen der Wahrung des SEW und der Notwendigkeit zur Internationalisierung zu navigieren. Die AutorInnen stützen sich auf empirische Daten von 426 erfolgreich internationalisierten deutschen Familienunternehmen und nutzen die fuzzy-set Qualitative Comparative Analysis (fsQCA), um die unterschiedlichen Strategien zu beleuchten. Diese methodische Herangehensweise ermöglicht eine differenzierte Betrachtung der Internationalisierungsstrategien in Abhängigkeit von der SEW-Präferenz.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Familienunternehmen bereit sind, externe Ressourcen zu akquirieren, um ihre Internationalisierung zu fördern, ohne dabei den SEW zu gefährden. Die AutorInnen bieten wertvolle Einblicke für Unternehmerfamilien, indem sie aufzeigen, welche Strategien je nach spezifischen Unternehmensgegebenheiten besonders erfolgversprechend sind. Dies trägt dazu bei, die Heterogenität von Familienunternehmen besser zu verstehen und geeignete Handlungsempfehlungen zu formulieren.

Erscheinungsjahr:

2016

Publikationsart:

Praxisartikel

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