Der Beitrag „Geeichte Kommunikationsschleifen und Motivunterstellung“ von Prof. Dr. Arist von Schlippe und Dr. Franziska v. Kummer analysiert zentrale Dynamiken der Konfliktpsychologie und zeigt, wie sich eskalative Konfliktmuster in der Kommunikation verfestigen können. Im Fokus stehen sogenannte geeichte Kommunikationsschleifen, also sich wiederholende Interaktionsmuster, die Wahrnehmung und Interpretation von Handlungen zunehmend verzerren.
Die AutorInnen erläutern, wie es in Konflikten – insbesondere in Unternehmen, Organisationen und Familienunternehmen im deutschsprachigen Raum – zu Motivunterstellungen kommt, bei denen dem Gegenüber feste, meist negative Absichten zugeschrieben werden. Diese Abkürzungen im Denken dienen zwar der Komplexitätsreduktion, tragen jedoch maßgeblich zur Eskalation und Verhärtung von Konflikten bei, vor allem in emotional aufgeladenen Situationen.
Der Beitrag richtet sich an Führungskräfte, UnternehmerInnen, BeraterInnen sowie Wissenschaft und Praxis und bietet fundierte Impulse für ein tieferes Verständnis konflikthafter Kommunikationsmuster, reflektierte Selbstwahrnehmung und einen professionellen Umgang mit eskalierenden Konflikten.
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Eskalative Muster
Geeichte Kommunikationsschleifen
Inkongruenz
Konfliktpsychologie
Motivunterstellung
Teiläquivalenz
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