Wittener Schriften zu Familienunternehmen – Band 12

Die gemischte Geschäftsführung als Managementstruktur langlebiger Familienunternehmen

  • Buchcover „Die gemischte Geschäftsführung als Managementstruktur langlebiger Familienunternehmen“ von Sven Cravotta, weiß-violettes Layout.
    Die gemischte Geschäftsführung als Managementstruktur langlebiger Familienunternehmen
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In Band 18 der Reihe „Schriften zu Familienunternehmen“, herausgegeben von Arist von Schlippe und Tom A. Rüsen, untersucht Sven Cravotta die hybride Besetzung der obersten Führungsebene in Mehr-Generationen-Familienunternehmen, in der Familienmitglieder gemeinsam mit familienexternen Managern Verantwortung tragen unter dem Titel „Die gemischte Geschäftsführung als Managementstruktur langlebiger Familienunternehmen“ (V&R unipress 2013). Auf Basis einer gekürzten und überarbeiteten Dissertationsschrift analysiert die Arbeit die Frage, wie aktive Familieneigner die Beziehung zu Fremdmanagern gestalten und welche Logiken von Vertrauen und Kontrolle dabei wirksam werden.

Theoretisch verortet Cravotta seine Untersuchung im Rahmen der Corporate-Governance-Forschung und diskutiert insbesondere die Principal-Agent-Theorie sowie die Stewardship-Theorie als Erklärungsansätze für das Beziehungsgeflecht zwischen Eigentümern und Management. Darauf aufbauend entwickelt er beziehungsbestimmende Dimensionen, mit denen sich Kooperations- und Kontrollmechanismen in hybriden Führungsstrukturen differenziert beschreiben lassen. Der Fokus liegt dabei auf langlebigen, mindestens seit drei Generationen bestehenden Familienunternehmen des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland.

Empirisch stützt sich die Arbeit auf qualitative, leitfadengestützte Interviews mit aktiven Familieneignern. Die Ergebnisse zeigen, dass gemischte Geschäftsführungen von den Beteiligten überwiegend positiv bewertet werden und sich durch eine spezifische Balance aus Vertrauen, informeller Kontrolle und gemeinsamer Werteorientierung auszeichnen. Kontrolle erfolgt häufig indirekt und im Innenverhältnis, während nach außen formale Gleichrangigkeit bestehen kann. Die Studie leistet damit einen grundlegenden Beitrag zum Verständnis hybrider Managementstrukturen in Familienunternehmen und schließt eine zentrale Forschungslücke zur Governance langlebiger Unternehmerfamilien.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2013

Publikationsart:

WIFU-Schriftenreihe

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