Der Artikel ‚Gleichberechtigung in der Nachfolge nützt allen‘ von Dominique Otten-Pappas, erschienen in der private wealth 2/2015, thematisiert die Herausforderungen, die Frauen bei der Nachfolge in Familienunternehmen begegnen. Trotz der gesellschaftlichen Fortschritte in der Gleichstellung der Geschlechter zeigt die Studie, dass weniger als ein Drittel der Nachfolger in Familienunternehmen Frauen sind. Diese Diskrepanz wird durch kulturelle Aspekte und die Sozialisation in der Familie beeinflusst, die oft traditionelle Geschlechterrollen verstärken.
In der Untersuchung wurden acht Frauen und acht Männer zu ihren Erfahrungen und Beweggründen für die Nachfolge befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Sozialisation der NachfolgerInnen in Familienunternehmen einen signifikanten Einfluss auf ihre Entscheidung hat. Insbesondere wird deutlich, dass Töchter häufig weniger ermutigt werden, die Nachfolge anzutreten, was auf tief verwurzelte gesellschaftliche Normen zurückzuführen ist. Die Studie hebt hervor, dass die Wahrnehmung der Nachfolgeoptionen bereits in der frühen Kindheit geprägt wird.
Die Ergebnisse der Studie haben wichtige Implikationen für Unternehmerfamilien. Es wird empfohlen, dass Eltern sich ihrer eigenen Geschlechterrollen bewusst werden und diese nicht unreflektiert an die nächste Generation weitergeben. Die Schaffung von guten Arbeitsbedingungen für Mütter im Familienunternehmen könnte dazu beitragen, dass mehr Frauen die Nachfolge antreten. Letztlich könnte dies nicht nur die Gleichstellung fördern, sondern auch den langfristigen Erfolg der Unternehmen sichern.
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Familienunternehmen
Gleichberechtigung
Nachfolge
Sozialisation
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