In dem Fachartikel „Helping Daughters Become Successful Family Business Leaders“ von Simon Caspary und Tom A. Rüsen (2026), stehen die besonderen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren weiblicher Nachfolge in Familienunternehmen im Mittelpunkt. Die Autoren zeigen, dass Töchter zunehmend als glaubwürdige und relevante Nachfolgerinnen wahrgenommen werden, ihre Führungsrolle jedoch häufig stärker legitimieren und aktiver gestalten müssen als männliche Nachfolger.
Der Beitrag verdeutlicht, dass Nachfolge durch Töchter weit über eine formale Übergabe von Eigentum oder Verantwortung hinausgeht. Sie berührt Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Anerkennung ebenso wie familiäre Rollenerwartungen, Partnerschaftsdynamiken und die Vereinbarkeit von Unternehmertum und Mutterschaft. Besonders relevant sind dabei frühe Sozialisationserfahrungen, das Vertrauen der Senior-Generation, klare Entscheidungsbefugnisse sowie professionelle Qualifikation und externe Erfahrung.
Als zentrale Erfolgsfaktoren benennen Caspary und Rüsen unter anderem eine reflektierte Selbstpositionierung der Nachfolgerin, eine verbindliche Zusammenarbeit mit der Senior-Generation, transparente Übergabeprozesse, konstruktive Konfliktkommunikation, tragfähige Netzwerke und flexible Führungsmodelle. Der Artikel macht deutlich, dass gelingende Töchter-Nachfolge dort entsteht, wo Verantwortung frühzeitig übertragen, Rollen klar definiert und Töchter als eigenständige unternehmerische Akteurinnen anerkannt werden.
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Töchter
Unternehmerfamilie
Weibliche Nachfolge
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