Im Artikel ‚Hindsight Bias – der Rückschaufehlere oder: Hinterher ist man immer schlauer‘ von Franziska v. Kummer und Arist v. Schlippe (FuS 3/2022) wird das Phänomen des Hindsight Bias untersucht. Dieser Denkfehler beschreibt die Tendenz, nach dem Eintreten eines Ereignisses die eigene Fähigkeit zur Vorhersage des Ergebnisses zu überschätzen. Der Artikel beleuchtet, wie diese Verzerrung in verschiedenen Kontexten, insbesondere in unternehmerischen und familiären Situationen, zu Konflikten führen kann.
Die AutorInnen erläutern die Mechanismen des Hindsight Bias und kategorisieren die Erscheinungsformen in Zwangsläufigkeit, Vorhersehbarkeit und eigene frühere Einschätzungen. Diese Verzerrungen können dazu führen, dass Beteiligte nach einem gescheiterten Projekt die Verantwortung unrechtmäßig auf andere abwälzen, während sie selbst ihre Rolle in der Entscheidung nicht reflektieren.
Für Unternehmerfamilien ergeben sich aus diesen Erkenntnissen wichtige Implikationen. Der Artikel empfiehlt, den Fokus weniger auf Schuldzuweisungen zu legen, sondern konstruktiv aus Fehlern zu lernen und die Zusammenarbeit zu stärken. Eine klare Dokumentation von Entscheidungen kann helfen, nachträgliche Verzerrungen zu vermeiden und die Verantwortung transparent zu gestalten.
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Hindsight Bias
Konflikte
Rückschaufehler
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