How Governance, Family and Entrepreneurship Influence Investment Strategies in Single Family Offices

  • Screenshot der ersten Seite eines Fachartikels mit dem Titel „How Governance, Family and Entrepreneurship Influence Investment Strategies in Single Family Offices“. Die Seite zeigt Abstract, Introduction und Family Office Overview.
    How Governance, Family and Entrepreneurship Influence Investment Strategies in Single Family Offices
    pdf Ansehen

Der Artikel untersucht, welche Faktoren die Anlagestrategien von Single Family Offices (SFOs) prägen. Der Fokus liegt insbesondere auf dem Einfluss von Governance-Strukturen, der Einbindung der Familie und unternehmerischem Denken. Ausgangspunkt ist die hohe Heterogenität von Family Offices: Da sich Familien hinsichtlich Vermögen, Generationenstruktur, Risikoneigung, Interessen und Governance stark unterscheiden, variieren auch ihre Investmentstrategien deutlich.

Methodisch verwendet die Arbeit einen qualitativen Forschungsansatz auf Basis der Grounded Theory. Grundlage sind 17 halbstrukturierte Interviews mit Mitgliedern beziehungsweise Führungskräften deutscher und schweizerischer Single Family Offices. Die Auswertung erfolgt mithilfe qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring und konzentriert sich auf vier Bereiche: Family Governance, Family Influence, Entrepreneurship und Investment Strategy. Untersucht wird dabei unter anderem, wie stark Familien selbst operative Entscheidungen beeinflussen, welche Rolle formalisierte Governance-Strukturen spielen und in welchem Maß unternehmerisches Denken in späteren Generationen erhalten bleibt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Familie selbst den stärksten Einfluss auf die Investmentstrategie behält, auch wenn externe Manager oder CEOs eingesetzt werden. Gleichzeitig verfügen viele der untersuchten Familien aufgrund ihrer vergleichsweise kleinen Größe noch über keine schriftlich fixierte Family Governance; mit zunehmender Familiengröße und über mehrere Generationen hinweg steigt jedoch der Bedarf an Professionalisierung und formalen Strukturen. Besonders relevant sind zudem generationenspezifische Unterschiede bei Interessen und Risikopräferenzen, die die strategische Asset Allocation beeinflussen. Obwohl Unternehmertum theoretisch als wichtige Ressource zur langfristigen Sicherung des Familienvermögens gilt, wird der unternehmerische Geist in vielen Familien nicht aktiv gefördert.

Erscheinungsjahr:

2026

Publikationsart:

Praxisartikel

Keywords:

Ähnliche Artikel

Callista Chat

Hallo, ich bin Callista!
Haben Sie eine Frage aus dem Themenfeld "Familienunternehmen und Unternehmerfamilien"?