Inverse Machtkämpfe – ein besonderes Konfliktmuster

Warum das Thema „Macht“ bei der gemeinsamen Unternehmensverantwortung nicht tabuisiert werden sollte

Im Artikel ‚ Inverse Machtkämpfe – ein besonderes Konfliktmuster. Warum das Thema „Macht“ bei der gemeinsamen Unternehmensverantwortung nicht tabuisiert werden sollte‘ (FuS 4/2024) von Arist von Schlippe und Franziska von Kummer wird das Konfliktmuster des ‚inversen Machtkampfs‘ untersucht. Dieses Muster tritt häufig in Gruppen und Unternehmerfamilien auf, die sich einer egalitären Führung verpflichtet fühlen. Die AutorInnen beleuchten, wie das Tabuisieren von Macht zu verdeckten Machtstrukturen führen kann, die die Zusammenarbeit erschweren.

Die theoretischen Grundlagen des Artikels basieren auf der Analyse von Machtverhältnissen und deren Auswirkungen auf die Dynamik innerhalb von Teams und Familienunternehmen. Die AutorInnen verwenden empirische Beispiele, um zu zeigen, wie sich inverse Machtkämpfe entwickeln und welche Herausforderungen sie für die Führung und Entscheidungsfindung in Unternehmerfamilien darstellen. Dabei wird das Konzept des ‚postpatriarchalen Vakuums‘ eingeführt, das entsteht, wenn eine starke Führungspersönlichkeit nicht mehr vorhanden ist.

Die Ergebnisse des Artikels haben weitreichende Implikationen für Unternehmerfamilien, insbesondere in Bezug auf Governance und Nachfolge. Die AutorInnen empfehlen, frühzeitig auf die Tendenzen zu achten, die zu inversen Machtkämpfen führen können, um die Effektivität der Zusammenarbeit zu sichern. Ein offener Umgang mit dem Thema Macht ist entscheidend, um die beschriebenen Konfliktmuster zu vermeiden und eine konstruktive Unternehmensverantwortung zu fördern.

Erscheinungsjahr:

2024

Publikationsart:

Praxisartikel

Keywords:

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