Kooperationen zwischen Start-ups und Familienunternehmen

Motive, Erwartungen und Erfolgsfaktoren bei der Zusammenarbeit etablierter und junger Unternehmen
  • Titelseite der Studie über Kooperationen von Start-ups und Familienunternehmen, mit WIFU-Logo und Zwei sich berührende Hände vor wolkigem Hintergrund mit Lichtpunkt.
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Diese Studie ist ebenfalls in englischer Sprache verfügbar.

In der Studie „Kooperationen zwischen Start-ups und Familienunternehmen – Motive, Erwartungen und Erfolgsfaktoren bei der Zusammenarbeit etablierter und junger Unternehmen“ (2020) analysieren Anne K. Heider, Tom A. Rüsen, Marcel Hülsbeck, Carla H. Dethleffsen und Ruth Orenstrat aus Start-up-Perspektive die Zusammenarbeit mit Familienunternehmen als spezifischem Kooperationspartner. Ziel der Untersuchung ist es, Erwartungen, Motive sowie förderliche und hemmende Faktoren solcher Kooperationen systematisch zu erfassen und damit eine bislang wenig beleuchtete Sichtweise in der Familienunternehmensforschung zu erschließen.

Methodisch basiert die Studie auf einem Mixed-Methods-Ansatz: Einer quantitativen Online-Befragung von 66 Start-ups aus Nordrhein-Westfalen wird eine qualitative Vertiefung durch leitfadengestützte Interviews mit sechs Start-ups gegenübergestellt. Im Fokus stehen zentrale Kooperationsmotive wie Marktzugang, Umsatzsteigerung, Netzwerkaufbau und Reputationsgewinn sowie Erfolgsfaktoren wie Offenheit, Verlässlichkeit, klare Zielvorstellungen und gegenseitiger Nutzen. Gleichzeitig identifiziert die Studie typische Hemmnisse, darunter kulturelle Unterschiede, langwierige Entscheidungsprozesse und unklare Erwartungen an die Zusammenarbeit.

Die Ergebnisse zeigen, dass Familienunternehmen von Start-ups grundsätzlich als vertrauenswürdige, langfristig orientierte und loyale Partner wahrgenommen werden, deren Potenziale jedoch häufig unterschätzt werden, insbesondere bei kooperationserfahrenen versus -unerfahrenen Start-ups. Die Studie leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für beide Seiten ab und plädiert für eine bewusste „Übersetzungsleistung“ zwischen den unterschiedlichen Denk- und Arbeitslogiken. Damit liefert sie einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung von Kooperationsstrategien zwischen Familienunternehmen und Start-ups im Kontext von Innovation und digitalem Wandel.

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