Der in Ausgabe 3/2019 erschienene FuS-Artikel ‚Mentale Modelle und Strategien in China: Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu deutschen Familienunternehmen sowie Börsengesellschaften‘ von Hermut Kormann beleuchtet die strategischen Denkansätze in China im Vergleich zu europäischen Unternehmen. In einer Phase der Neuorientierung der Unternehmensstrategie wird die Notwendigkeit deutlich, die Strategieentwicklung aus einer anderen kulturellen Perspektive zu betrachten. Der Artikel untersucht, wie chinesische Unternehmen strategisch agieren und welche Unterschiede zu europäischen Familienunternehmen bestehen.
Kormann analysiert die philosophischen Grundlagen des europäischen und chinesischen Strategieverständnisses und stellt fest, dass europäisches Denken stark auf Zielorientierung und Effizienz fokussiert ist, während chinesisches Denken situativ und prozessorientiert ist. Diese unterschiedlichen Ansätze führen zu variierenden Ergebnissen in der strategischen Entscheidungsfindung und der Unternehmensführung. Der Autor verwendet dabei das Gedankenexperiment von François Jullien, um die Unterschiede zwischen den beiden Kulturen zu verdeutlichen.
Die Ergebnisse des Artikels haben weitreichende Implikationen für Unternehmerfamilien, insbesondere in Bezug auf Governance und langfristige Strategien. Kormann argumentiert, dass die Integration von kulturellen Aspekten in die Unternehmensstrategie entscheidend ist, um die Herausforderungen in einem globalisierten Markt zu meistern. Unternehmerfamilien sollten sich der Unterschiede bewusst sein und diese in ihre strategischen Überlegungen einfließen lassen, um erfolgreich zu agieren.
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Börsenunternehmen
China
Familienunternehmen
Kultur
Mentale Modelle
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