Möglichkeitsräume schaffen

Arbeitsmarktinklusion von Geflüchteten in Familienunternehmen – eine qualitative Studie

Im Artikel ‚Möglichkeitsräume schaffen. Arbeitsmarktinklusion von Geflüchteten in Familienunternehmen – eine qualitative Studie‘ von Verena Kopp und Heiko Kleve (FuS 3/2022) wird die These vertreten, dass Familienunternehmen über mehr Möglichkeitsräume verfügen, um geflüchtete Menschen aktiv in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die AutorInnen untersuchen die Rolle von sozialen Normen und Werten, die als Inklusionsmotoren fungieren, und zeigen auf, dass es vor allem die von FamilienunternehmerInnen geschaffenen Möglichkeitsräume sind, die eine unbürokratische Unterstützung ermöglichen.

Die qualitative Studie basiert auf einer umfassenden Analyse von elf teilnehmenden Beobachtungen und 22 Interviews in verschiedenen Branchen. Die Methodik der Grounded Theory wird verwendet, um die Ergebnisse zu strukturieren und zu interpretieren. Die AutorInnen identifizieren zentrale Kategorien und ein Cluster-Modell, das die spezifischen Merkmale von Familienunternehmen in Bezug auf die Arbeitsmarktinklusion von Geflüchteten herausarbeitet.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Familienunternehmen durch ihre flachen Hierarchien und die Existenz von „Kümmerer“-Personen eine besondere Rolle bei der Integration von geflüchteten Menschen spielen. Diese Unternehmen zeigen eine hohe interkulturelle Offenheit und nutzen ihre sozialen Netzwerke, um die Inklusion zu fördern. Die Studie bietet wertvolle Handlungsempfehlungen für Unternehmerfamilien und zeigt, wie andere Unternehmen von diesen Ansätzen lernen können.

Erscheinungsjahr:

2022

Publikationsart:

Praxisartikel

Keywords:

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