Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2023

Trotz Nachfolgerengpass sind drei Viertel der Übergaben bis Ende 2024 geregelt

Im Bericht „Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2023: Trotz Nachfolgerengpass sind drei Viertel der Übergaben bis Ende 2024 geregelt“ (2024) analysiert Michael Schwartz auf Basis des KfW-Mittelstandspanels die aktuelle Situation der Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand. Die Studie zeigt, dass jährlich rund 125.000 mittelständische Unternehmen eine Nachfolgelösung anstreben und sich der Nachfolgebedarf durch den demografischen Wandel weiter verschärft. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Rückzugsplanungen der Inhaberinnen und Inhaber zugenommen haben und sich mehr Unternehmen frühzeitig mit der Nachfolgefrage befassen.

Ein zentrales Ergebnis ist die wachsende Diskrepanz zwischen Nachfolgeangebot und -nachfrage. Zwar bleibt die familieninterne Nachfolge mit 57 % die bevorzugte Übergabeform, doch das Interesse potenzieller Nachfolgerinnen und Nachfolger – insbesondere innerhalb der Familie – nimmt spürbar ab. Der Mangel an geeigneten Nachfolgekandidaten stellt damit die größte Hürde im Nachfolgeprozess dar und erhöht das Risiko von Unternehmensstilllegungen. Besonders betroffen sind kleinere Unternehmen sowie Betriebe mit älteren Inhabenden, deren Durchschnittsalter inzwischen über 53 Jahre liegt.

Gleichzeitig zeigt der Bericht positive Entwicklungen im Planungsstand: Noch nie waren so viele kurzfristig angestrebte Nachfolgen bereits geregelt oder weit fortgeschritten. Für fast drei Viertel der bis Ende 2024 geplanten Übergaben wurden bereits Nachfolger gefunden oder Verhandlungen aufgenommen. Die Studie unterstreicht damit die Bedeutung frühzeitiger und systematischer Nachfolgeplanung und liefert fundierte empirische Grundlagen für die Auseinandersetzung mit Nachfolge, Stilllegung und der Zukunftsfähigkeit mittelständischer Unternehmensstrukturen.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2024

Publikationsart:

Studien

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