Im FuS-Artikel ‚Narrative der Resilienz. Wie sich Unternehmerfamilien mit erzählten Erfolgsgeschichten stärken‘ (5/2022) von Heiko Kleve, Lina Nagel und Tobias Köllner wird die Rolle von Narrativen in Unternehmerfamilien untersucht. Der Fokus liegt auf der Analyse von zwölf Resilienznarrativen, die aus Interviews mit Vertretern von vier mehrgenerationalen Familienunternehmen gewonnen wurden. Diese Narrationen bieten Einblicke in die Art und Weise, wie Familien ihre Geschichte erzählen und welche Bedeutung diese Geschichten für ihre Identität und Resilienz haben.
Die AutorInnen verwenden qualitative Methoden, um die Narrationen zu extrahieren und zu kategorisieren. Die Ergebnisse zeigen, dass die erzählten Geschichten nicht nur die Vergangenheit reflektieren, sondern auch eine gegenwarts- und zukunftsbezogene Funktion erfüllen. Die Narrativen stärken das Vertrauen der Familien in ihre Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, und fördern eine positive Sicht auf die eigene Geschichte, was sich in der Resilienz der Familien und ihrer Unternehmen niederschlägt.
Die praktischen Implikationen für Unternehmerfamilien sind erheblich. Die AutorInnen argumentieren, dass das Erzählen von Erfolgsgeschichten nicht nur zur Bewältigung vergangener Herausforderungen beiträgt, sondern auch die gegenwärtige und zukünftige Resilienz stärkt. Durch die Fokussierung auf positive Erfahrungen können Familien ihre Handlungsfähigkeit erhöhen und sich besser auf zukünftige Krisen vorbereiten.
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Kommunikation
Narrativ
Resilienz
Transgenerationales Unternehmertum
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