Neue Medien und die Eskalation von Konflikten

Im Artikel „Neue Medien und die Eskalation von Konflikten“ von Christina Then-Bergh und Arist von Schlippe wird die Rolle digitaler Medien in der Dynamik von Konflikten untersucht. Die AutorInnen analysieren, wie sich Kommunikationsformen durch E-Mail und Messenger-Dienste verändern und welche Auswirkungen dies auf die Eskalation von Konflikten hat. Dabei wird auf die Komplexität und die erhöhte Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen eingegangen, die durch die Geschwindigkeit und die Erweiterung des Adressatenkreises entstehen.

Die theoretische Grundlage des Beitrags stützt sich auf die ‚Information Richness Theory‘ sowie auf Gottmans Konzept der ‚apokalyptischen Reiter‘, die destruktive Kommunikationsmuster in Beziehungen beschreiben. Die AutorInnen entwickeln ein Analysewerkzeug, um Eskalationsmuster in elektronischen Nachrichten zu identifizieren und schlagen Strategien vor, um deeskalierende Reaktionen zu fördern. Dies geschieht im Kontext von Familienunternehmen, wo emotionale und geschäftliche Kommunikation oft miteinander verwoben sind.

Die Ergebnisse des Artikels haben praktische Implikationen für Unternehmerfamilien, da sie aufzeigen, wie digitale Kommunikation die Konfliktdynamik beeinflusst. Die AutorInnen betonen die Notwendigkeit, sich der Eskalationsmuster bewusst zu werden und geeignete Kommunikationsstrategien zu entwickeln, um Konflikte konstruktiv zu bearbeiten. Dies ist besonders relevant in einem Umfeld, in dem persönliche und berufliche Beziehungen eng miteinander verknüpft sind.

Erscheinungsjahr:

2020

Publikationsart:

Praxisartikel

Keywords:

Ähnliche Artikel

Callista Chat

Hallo, ich bin Callista!
Haben Sie eine Frage aus dem Themenfeld "Familienunternehmen und Unternehmerfamilien"?