Im Artikel „Othello auf der Führungsebene – Die Schattenseite der Macht“ von Franziska von Kummer und Arist von Schlippe (FuS 5/2024) wird der Umgang mit Machtmotiven in Führungsetagen untersucht. Der Fokus liegt auf dem übersteigerten Machtmotiv, das als ‚Othello-Chef‘ bezeichnet wird, und dessen Auswirkungen auf die Unternehmensdynamik. Die AutorInnen analysieren, wie solch ein Führungsstil toxische Beziehungen innerhalb des Unternehmens fördern kann.
Die theoretische Grundlage des Artikels basiert auf der ‚Theorie der gelernten Bedürfnisse‘, die drei zentrale Motive identifiziert: Leistung, soziale Anschluss und Macht. Insbesondere das Machtmotiv wird als problematisch hervorgehoben, da es oft zu einem autoritären Führungsstil führt, der die Zusammenarbeit und den Erfolg des Unternehmens gefährdet. Die AutorInnen beleuchten die psychologischen Mechanismen, die hinter dem Verhalten von Othello-Chefs stehen, und die Herausforderungen, die sich daraus für die MitarbeiterInnen ergeben.
Die Ergebnisse des Artikels haben weitreichende Implikationen für Unternehmerfamilien. Es wird empfohlen, eine gesunde Führungskultur zu etablieren, die auf Feedback und Coaching setzt, um die negativen Auswirkungen eines Othello-Chefs zu minimieren. Die AutorInnen betonen die Notwendigkeit, frühzeitig auf Anzeichen eines problematischen Führungsstils zu reagieren, um die MitarbeiterInnen zu schützen und die Unternehmensleistung zu sichern.
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Führung
Krisenmanagement
Macht
Othello-Chef
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