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Im Vortrag zum Thema „Postpatriarchale Führungs- und Organisationsstrukturen in Familienunternehmen“ (2021) erläutert Prof. Dr. Rudolf Wimmer, warum patriarchal geprägte Führungs- und Organisationsmuster in Familienunternehmen lange sehr produktiv sein können, unter bestimmten Bedingungen aber an ihre Grenzen geraten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Familienunternehmen verändern müssen, wenn Wachstum, Digitalisierung, Nachfolge oder steigende Komplexität neue Führungsstrukturen erforderlich machen.
Der Beitrag zeigt, dass patriarchale Führung häufig durch eine starke Einheit von Eigentum, Unternehmensführung und Familienoberhaupt geprägt ist. Diese Konstellation kann schnelle Entscheidungen, hohe Identifikation und kurze Kommunikationswege ermöglichen. Zugleich entstehen Risiken, wenn strategische Verantwortung zu stark an der Spitze gebündelt bleibt, Führungsaufgaben nicht ausreichend verteilt werden und organisationale Strukturen eher um Personen als um Aufgaben herum wachsen.
Besonders relevant ist der Blick auf Transformationsprozesse hin zu postpatriarchalen Führungsformen. Der Vortrag macht deutlich, dass ein solcher Wandel nicht allein durch neue Organigramme gelingt, sondern eine belastbare Einsicht im GesellschafterInnenkreis, veränderte Kommunikations- und Entscheidungsprozesse sowie eine bewusste Neugestaltung von Führungsrollen erfordert. Damit bietet der Beitrag wichtige Impulse für Familienunternehmen, die ihre Führungsarchitektur zukunftsfähig weiterentwickeln möchten.
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Familienunternehmen
Führung
Organisationsstrukturen
Postpatriarchale Führung
Unternehmensführung
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