Der Artikel ‚Schwerpunkte der deutschsprachigen Forschung zu Familienunternehmen‘ von Hermut Kormann (Familiendynamik 1/2018) bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung und die zentralen Themen der Forschung zu Familienunternehmen im deutschsprachigen Raum. Der Autor beleuchtet die Anfänge der Forschung in Deutschland und vergleicht diese mit der amerikanischen Forschung, wobei er die spezifischen Ansätze und Herausforderungen der deutschen Wissenschaftsgemeinde herausarbeitet.
Kormann beschreibt die theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätze, die von Pionieren wie Rudolf Wimmer, Fritz B. Simon und Sabine Rau geprägt wurden. Er hebt hervor, wie diese Forscher durch ihre Arbeiten zur Systemtheorie und zur Integration von Familien- und Unternehmensperspektiven maßgeblich zur Etablierung des Forschungsfeldes beigetragen haben und welche Rolle qualitative Methoden dabei spielen.
Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die deutschsprachige Forschung zu Familienunternehmen in den letzten zwei Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen hat, jedoch noch Potenzial für eine stärkere internationale Sichtbarkeit besteht. Kormann diskutiert die praktischen Implikationen dieser Forschung für Unternehmerfamilien, insbesondere in Bezug auf Governance, Nachfolge und Krisenmanagement, und betont die Notwendigkeit, Brücken zwischen Theorie und Praxis zu schlagen.
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Familienunternehmen
Forschung
Governance
Krisenmanagement
Nachfolge
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