Im Praxisreport „Senioren im Generationswechsel. Eine Anleitung zum ‚Sich-selbst-neu-Erfinden‘“ von Rudolf Wimmer und Tom A. Rüsen (FuS 2/2024) wird der Generationswechsel in familiengeführten Unternehmen als kritische Phase beschrieben. Diese Phase ist oft mit einem hohen Risiko des Scheiterns verbunden, was die Notwendigkeit einer strategischen Neuausrichtung unterstreicht. Die Autoren beleuchten die Herausforderungen, die sich aus der engen Verbindung zwischen Unternehmerpersönlichkeit und Unternehmensführung ergeben, und wie diese während des Generationswechsels gefährdet sind.
Die theoretischen Grundlagen des Berichts basieren auf der Analyse von Organisationsstrukturen und Führungsmodellen in Familienunternehmen. Die Autoren argumentieren, dass die patriarchalen Strukturen, die oft über Jahrzehnte erfolgreich waren, in der Übergangsphase nicht mehr aufrechterhalten werden können. Stattdessen wird ein Wandel hin zu kooperativen und kommunikativen Führungsansätzen gefordert, um die Komplexität der Unternehmensführung zu bewältigen und die Entscheidungsfähigkeit zu sichern.
Die Ergebnisse des Berichts haben weitreichende Implikationen für Unternehmerfamilien. Die Autoren betonen die Notwendigkeit, dass SeniorInnen ihre Rolle als „Changemanager“ annehmen, um den Übergangsprozess aktiv zu gestalten. Dies erfordert eine grundlegende Transformation der eigenen Identität und eine Bereitschaft, Verantwortung abzugeben, um eine zukunftsfähige Unternehmensführung zu gewährleisten. Der Bericht bietet somit wertvolle Einsichten für die strategische Planung und das Management von Nachfolgeprozessen in Familienunternehmen.
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Generationswechsel
Loslassen
Nachfolge
Senioren
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