Der Artikel „Sich abstimmen statt abstimmen – und wenn ja, mit wem? Über die Entscheidungsfindung in Kollegien“ von Hermut Kormann (konfliktdynamik 2/2014) widmet sich der Entscheidungsfindung in Geschäftsführungskollegien von Familienunternehmen. Der Autor untersucht, wie Entscheidungen in diesen Gremien getroffen werden und welche Rolle Abstimmungsverfahren dabei spielen. Dabei wird deutlich, dass formale Abstimmungen in der Praxis selten vorkommen und stattdessen oft einvernehmliche Lösungen angestrebt werden.
Kormann stützt sich auf qualitative empirische Untersuchungen, die zeigen, dass die meisten Kollegien in Familienunternehmen eher auf Diskussionen und Kompromisse setzen, um zu Entscheidungen zu gelangen. Die gesetzlichen und statutarischen Abstimmungsregeln dienen häufig als Sicherheitsnetz, um im Bedarfsfall Entscheidungen fristgerecht zu treffen. Der Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile verschiedener Entscheidungsverfahren und deren Auswirkungen auf die Qualität der Entscheidungen.
Die Ergebnisse der Untersuchung haben wichtige Implikationen für Unternehmerfamilien, da sie aufzeigen, dass die Vermeidung formaler Abstimmungen nicht nur die Entscheidungsfindung beeinflusst, sondern auch die kollegiale Zusammenarbeit und die Verantwortung innerhalb des Gremiums stärkt. Kormann empfiehlt, die Abstimmungsregeln sorgfältig zu gestalten, um die Entscheidungsprozesse in den Kollegien zu optimieren und die Qualität der Entscheidungen zu sichern.
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Entscheidungsfindung
Familienunternehmen
Geschäftsführung
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