Im Artikel „Sozialisation und Erziehung in vermögenden Unternehmerfamilien. Acht Thesen zur Vermögenssozialisation“ (FuS 1/2020) von Moritz Schulze und Heiko Kleve wird die besondere Rolle der Sozialisation in vermögenden Unternehmerfamilien untersucht. Die Autoren beleuchten, wie finanzielle Rahmenbedingungen die Erziehung und Entwicklung von Kindern in diesen Familien beeinflussen. Dabei wird deutlich, dass die spezifischen sozialen Gegebenheiten in Unternehmerfamilien einen eigenständigen Sozialisationskontext schaffen, der bisher wenig erforscht ist.
Die theoretischen Grundlagen des Artikels basieren auf qualitativen Forschungsprojekten am Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU). Die empirische Basis bilden Interviews mit Mitgliedern vermögender deutscher Unternehmerfamilien, insbesondere mit Eltern und deren Kindern im Alter von 16 bis 28 Jahren. Die Autoren differenzieren zwischen kognitiven, emotionalen und aktionalen Dimensionen der Vermögenssozialisation und präsentieren acht Thesen, die zentrale Erkenntnisse dieser Forschung zusammenfassen.
Die Ergebnisse des Artikels haben weitreichende Implikationen für Unternehmerfamilien. Die Autoren zeigen auf, wie das Wissen um das Vermögen, die emotionalen Reaktionen darauf und die Handlungsweisen im Umgang mit Vermögen die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen prägen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die individuelle Entwicklung, sondern auch auf die zukünftige Nachfolge und die Werte, die innerhalb der Familie vermittelt werden.
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Erziehung
Nachfolge
Sozialisation
Unternehmerfamilie
Unternehmerkinder
Vermögen
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