Stiftungen als Instrumente zur Lösung von Schnittstellenkonflikten in Familienunternehmen

Eine empirische Untersuchung
  • Buchcover von „Stiftungen als Instrumente zur Lösung von Schnittstellenkonflikten in Familienunternehmen: Eine empirische Untersuchung“ von Tilman Hepperle. Blaues Cover mit Foto von Baumwurzeln, Reihentitel „Schriften zu Familienunternehmen | Band 6“, WIFU-Logo und EUL-Verlag-Logo.
    Stiftungen als Instrumente zur Lösung von Schnittstellenkonflikten in Familienunternehmen
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In der empirischen Untersuchung „Stiftungen als Instrumente zur Lösung von Schnittstellenkonflikten in Familienunternehmen – Eine empirische Untersuchung“ (2011) analysiert Tilman Hepperle, inwieweit unternehmensverbundene Stiftungen geeignet sind, typische Konflikte im Spannungsfeld von Familie, Unternehmen und Gesellschaftern zu entschärfen oder zu lösen. Ausgangspunkt ist das Drei-Kreis-Modell der Familienunternehmensforschung, aus dem zentrale Paradoxien und wiederkehrende Konfliktlinien abgeleitet werden.

Die Arbeit systematisiert zunächst die maßgeblichen Schnittstellenkonflikte von Familienunternehmen, darunter Mehrheiten-Minderheiten-Konflikte, Spannungen zwischen geschäftsführenden Gesellschaftern und Fremdmanagern, Fragen von Kontrolle und Entscheidungsfreiheit, Zielkonflikte zwischen Ausschüttung und Thesaurierung sowie die Sicherstellung einer qualifizierten Nachfolge. Darauf aufbauend untersucht Hepperle theoretisch die Wirkungsweise unterschiedlicher Stiftungsformen – gemeinnützige Stiftung, Familienstiftung und Stiftung & Co. KG – und analysiert, wie diese Gestaltungsinstrumente Konflikte entweder lösen, verlagern oder in veränderter Form fortbestehen lassen.

Ergänzt wird die theoretische Analyse durch qualitative Interviews mit Stiftern, die Einblicke in praktische Motive, Erfahrungen und Grenzen stiftungsbasierter Lösungen geben. Die Ergebnisse zeigen, dass Stiftungen insbesondere zur Entschärfung von Eigentums- und Nachfolgekonflikten beitragen können, jedoch keine konfliktfreien Organisationsformen darstellen. Vielmehr erfordern sie eine bewusste Einbettung in die Familienstrategie und eine reflektierte Governance-Gestaltung. Die Arbeit leistet damit einen wichtigen Beitrag zur interdisziplinären Familienunternehmensforschung und zur strategischen Nutzung von Stiftungen als Instrument verantwortungsvoller Eigentümergestaltung.

Erschienen 2011 als Band 6 der Reihe „Schriften zu Familienunternehmen“, herausgegeben vom Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) im Josef Eul Verlag.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2011

Publikationsart:

WIFU-Schriftenreihe

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