Strukturelles Risiko und mentale Modelle

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Im Vortrag „Strukturelles Risiko und Mentale Modelle“ (2020), der im Rahmen der Ringvorlesung Studium Fundamentale aufgezeichnet worden ist, erläutert Prof. Dr. Tom A. Rüsen zwei zentrale Konzepte zur Analyse von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Komplexität von Familie und Unternehmen durch passende Governance-Strukturen bearbeitet werden kann – und warum das jeweilige Selbstverständnis der Unternehmerfamilie dabei eine entscheidende Rolle spielt.

Der Vortrag zeigt, dass strukturelle Risiken entstehen, wenn familiäre Dynamiken, Unternehmenskomplexität und fehlende Organisationsstrukturen nicht ausreichend aufeinander abgestimmt sind. Mentale Modelle wirken dabei als grundlegende Denk- und Entscheidungsmuster: Sie prägen, wie Unternehmerfamilien über Führung, Eigentum, Mitarbeit, Vermögen, Nachfolge und Verantwortung sprechen – häufig ohne diese Annahmen ausdrücklich zu reflektieren.

Prof. Dr. Tom A. Rüsen stellt vier mentale Modelle vor: die patriarchale bzw. matriarchale Logik, die operativ tätige Familie, die aktive Eigentümerfamilie und die Investorenfamilie. Der Beitrag macht deutlich, dass jedes Modell eigene Chancen und Risiken mit sich bringt und besonders bei Generationswechseln Konflikte auslösen kann, wenn unterschiedliche Familienmitglieder verschiedenen Logiken folgen. Damit bietet der Vortrag einen fundierten Impuls zur Selbstreflexion und Weiterentwicklung von Family Governance in Unternehmerfamilien.

Rüsen, Tom A.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2020

Publikationsart:

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